Die wichtigsten außenpolitischen Ziele Kroatiens sind die Vollmitgliedschaft in der EU und NATO. Einen Antrag
zum Beitritt der EU stellte Kroatien schon 21.02.2003. Seit dem 17./18.06.2004 wurde Kroatien auch der Status
eines Beitrittskandidaten zugesprochen. Das Assoziierungsabkommen mit der EU wurde bereits Ende Oktober 2001
unterzeichnet und ist seit dem 01.02.2005 in Kraft.
Am 3. April 2008 gelang Kroatien ein wichtiger Schritt zum Thema NATO-Mitgliedschaft. Beim Gipfeltreffen in
Bukarest erhielt Kroatien offiziell eine Einladung zum Militärbündnis.
Seit dem Jahr 2000 ist Kroatien ein Mitglied der Welthandelsorganisation (WTO). Ebenfalls seit 2000 ist Kroatien
Teilnehmer des NATO-Programms "Partnership for Preace" und Mitglied der Vilnius-Gruppe" der NATO-Aspiranten.
Seit Mai 2002 nimmt das Land am Aktionsplan zur Mitgliedschaft (MAP) der NATO teil und wirkte an Friedensmissionen
der Vereinten Nationen mit (u.a. in Afghanistan).
Es besteht eine lebhafte Zusammenarbeit mit den Nachbarstaaten in Form von politischen Kontakten auf allen Ebenen. Zahlreiche bilaterale Verträge wurden geschlossen. Das Verhältnis zu Bosnien und Herzegowina hat sich weitgehemd normalisiert und
tiefere Spannungen zu Serbien und Montenegro konnten gelöst werden. Bezüglich der Seegrenze zu Slowenien gibt es immer noch
Streitigkeiten, doch beide Staaten pflegen politische, wirtschaftliche und kulturelle Beziehungen. Zusammen mit
Ungarn, Slowenien und Italien nimmt Kroatien an der "Quadrilateralen"-Kooperation teil. Zudem wirkt das Land an der
Adriatisch-Ionischen- und der Zentraleuropäischen-Initiative mit. Eine Beteiligung an Projekten für den Stabilitätspakt
Südosteuropas (u.a. am Verifikationszentrum RACVIAC bei Zagreb) kann Kroatien ebenfalls vorweisen.
Quellen: Auswärtiges Amt, Erfahrungsberichte, Informationen aus verschiedenen Reisebüchern